Donnerstag, 22. November 2007

"Unterschichtenfernsehen"

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"Für die Überflüssigen von heute ist charakteristisch, daß sie bis zu einem gewissen Grade wohlfahrtsstaatlich versorgt, aber vor allem, daß sie rund um die Uhr unterhalten werden. Eines der merkwürdigsten Phänomene stellen unter diesem Gesichtspunkt gewisse nachmittägliche Talkshows dar: Das Thema ist Schicksaal. Was einem alles passieren kann, und wie sich durch ein unvorhergesehenes Ereignis plötzlich alles ändern kann. So nimmt man Anteil am Elend der Welt, was nicht als systematisch verursacht empfunden wird und wo kein Funke der Hoffnung existiert, daß es sich durch gemeinsames Handeln abschaffen ließe."

Heinz Bude (1998): Die Überflüssigen als transversale Kategorie, in: Berger, P.A./Vester, M.: Alte Ungleichheiten - Neue Spaltungen, S.378, Opladen.

Du bist zu effizient

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Photo von blanch7.

Montag, 19. November 2007

Geht's noch...

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Die SPD mal wieder als ErbInnengemeinschaft des Neoliberalismus:

"Der SPD-Vorsitzende Kurt Beck sieht durch den Streik der Lokführer die Tarifautonomie in Deutschland gefährdet. "Die Entwicklung der letzten Tage bereitet mir größte Sorge", sagte Beck der Zeitung "Bild am Sonntag".

Unterschiedliche Tarifverträge in jedem Betrieb verursachten große Unsicherheit und Instabilität. Er warne deshalb vor unterschiedlichen Tarifverträgen in einer Branche. "Das ist eine große Gefahr für die gesamte Tarifautonomie". Und fügte hinzu, "was sich da in Deutschland sehr zögerlich abzeichnet, hat in Großbritannien unter Maggie Thatcher dazu geführt, dass die Gewerkschaften hart an die kurze Leine genommen wurden"."
tagesschau.de


Freitag, 16. November 2007

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Heute im Magnet: Felix Cartal

Dienstag, 13. November 2007

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In der heutigen FR gibt es ein Interview mit der berliner Islamwissenschaftlerin Gudrun Krämer.

"Ich würde Muslime nicht schon auf Details festlegen, zum Beispiel, ob sie Homosexualität bejahen. Das würde ich auch nicht jeden nichtmuslimischen Deutschen fragen wollen."

Ähnliches zum Thema gibt es auch in einem sehr lesenswerten Artikel von Lysis in der aktuellen arranca!.

Montag, 12. November 2007

Imaginäre Entfragmentierung des Sozialen

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"Manche dieser populistischen Verherrlichungen der "Volkskultur" könnte man geradezu als die "Schäferspiele" unserer Zeit bezeichnen. Sie nehmen wie Schäferspiele (siehe Empson 1935) eine fiktive Umkehrung der herrschenden Werte vor und erzeugen die Fiktion einer Einheit der sozialen Welt, mit der sie die Beherrschten in ihrer Unterwerfung und die Herrschenden in ihrer Herrschaft bestätigen. Das Schäferspiel als die auf den Kopf gestellte Zelebrierung der Prinzipien, auf denen die Gesellschaftsordnung beruht, verleiht den Beherrschten einen Adel, dessen Ursprung - auch wenn dies vergessen werden soll - die Anpassung der Beherrschten an ihre Lage ist, ihre Unterwerfung unter die bestehende Ordnung und unter die hierarchischen Prinzipien auf denen sie beruht."
Pierre Bourdieu, in: Ders./Wacquant, Loic (1996): Reflexive Anthropologie, S. 112, Frankfurt(Main).